Kindergarten Purbach | Purbach am Neusiedler See


Nutzfläche: 765,04 m²
Heizwärmebedarf: 56,46 kWh/m²a
Ort: Purbach am Neusiedler See, Burgenland
Status: in Bauvorbereitung
Visualisierung: Diviz Architekturvisualisierung: www.diviz.at


Nach dem Gewinn des Wettbewerbs rund um den Eisenstädter Kindergarten am Krautgartenweg konnte nun in Purbach ein weiterer Entwurf von plusminusnull Architektur im Rahmen eines geladenen Wettbewerbs überzeugen.

Charakteristisch für die Erscheinung des eingeschoßigen Gebäudes ist das Wechselspiel von Satteldachkörpern und flach überdachten Gebäudeteilen, darüber hinaus die Verkleidung einzelner Flächen mit hellen, horizontal laufenden Holzlatten.

Die vier Satteldachkörper überzeugen mit ihren ausgewogenen Proportionen und erinnern im Ensemble an ein kleines Dorf. Jedes Satteldach fasst eine Gruppe, unter dem über die Gebäudekante vorgezogenen Teil liegt die Terrasse. Vertikale, mit Abstand stehende Holzlatten verleihen den nach dem Garten ausgerichteten Giebeln ihren ruralen Charme und dienen dem Sonnenschutz.

Von außen erscheint der Kindergarten geschlossen, von innen aber zeigt er sich offen und modern.

Es sind viele Details, die aus dem Gebäude eine Spielwiese für Kinder, PädagogInnen und Eltern machen. So geht etwa das Flachdach des straßenseitig mittig gelegenen Baukörpers in ein Vordach über und schafft dort einen wettergeschützten Vorplatz sowie einen Kinderwagenparkplatz. Durch ein nischenfüllendes Glasportal führt der Weg über einen Windfang direkt in das Herz des Gebäudes: die großzügige Aula. Hier können die Kinder experimentieren wie auch das Mittagessen einnehmen. Die offene Küche lädt zum gemeinsamen Kochen und Backen ein, darüber hinaus können hier auch Feste, Aufführungen, Elternabende und Vorträge stattfinden.

Die Gruppenräume profitieren von der Öffnung bis zum Dach. Unter Dachflächenfenstern gelegene Galerien schaffen eine zusätzliche Spielfläche und laden die Kinder dazu ein, den Raum in seiner Dreidimensionalität zu begreifen – unangenehmen Schall schlucken abgehängte Akustikdecken. Darüber hinaus punkten die Gruppenräume mit einem großen Sitzfenster sowie einer eigenen Miniküche.

Sie werden genauso wie die Sanitärräume und der Freibereich von einer zentral gelegenen Garderobe aus erschlossen. Um das pädagogische Konzept des »Offenen Arbeitens« zu unterstützen, bei dem es darum geht, den Aktionsradius der Kinder zu erweitern und die Kinder dazu zu ermutigen, selbstsicher neue Räume zu erkunden, werden jeweils zwei Gruppen über eine gemeinsame, jedoch zonierte Garderobe miteinander verbunden.


Erbrachte Leistungen:

  • Vorentwurf, Entwurf
  • Einreichplanung, inkl. Bauphysik (Energieausweis)
  • Polierplanung
  • Ausschreibungen
  • Örtliche Bauaufsicht