Aufstockung eines Bürogebäudes


Gewonnene Nutzfläche: 156,47 m²
Heizwärmebedarf: 47,62 kWh/m²a
Ort: Pöttsching
Status: Bauphase
Visualisierung: Diviz Architekturvisualisierung: www.diviz.at

fassadenprofi.com


Wenn ein Unternehmen wächst, die betrieblichen Räumlichkeiten mit diesem Wachstum aber nicht mehr Schritt halten können, hat man als UnternehmerIn zwei Möglichkeiten: entweder gibt man den alten Standort auf und sucht sich einen neuen, oder aber man denkt über eine Nachverdichtung nach.

Im Fall der Pöttschinger Firma »Fassadenprofi Stangl« kam eine Aufstockung des Bestands in Frage, gleichzeitig wünschte sich der Bauherr eine moderne und geradlinige Architektur, die als Aushängeschild seines auf Wärmedämmverbundsysteme, Malerei, Anstrich und Trockenbau spezialisierten Unternehmens fungieren sollte.

Der Bebauungsplan schrieb ein klassisches Satteldach vor, ebenso den Verlauf des Firstes parallel zur Straße, hinzu kommt, dass eine Nachverdichtung stets eine besondere Rücksichtnahme auf die Belichtungsverhältnisse, sowohl auf dem eigenen als auch den angrenzenden Grundstücken, erfordert. Was auf den ersten Blick als Einschränkung erscheint, hat das Team von plusminusnull Architektur als kreative Herausforderung verstanden.

Das neue Obergeschoß sitzt – von der Straße aus gesehen – links auf dem Bestandsgebäude auf, überspannt in schräger Linie die Einfahrt, und kommt auf einem schmäleren Gebäuderiegel zur Rechten erneut zum Sitzen. Als breites, anthrazitfarbenes Band setzt die Überdachung an der linken Gebäudekante an, wächst an zu einem markanten, nach vor springenden Baukörper, der eines der beiden neuen Büros sowie die Terrasse aufnimmt, und läuft als Balkongeländer über Knicke und Schrägen schließlich wieder zurück in die Fassade.

Ebenso zeitgemäß wie die Form erscheint die Außenhaut. Zum Einsatz kommen Fassadenplatten aus duromerem Hochdrucklaminat sowie Dachplatten aus Aluminium. Eine genaue Farbabstimmung sowie eine eingelegte, versteckte Dachrinne machen den Übergang nahezu unsichtbar, Fassade und Dach wirken wie aus einem Guss.

Auch hofseitig bestimmen Schrägen und Verschneidungen das Erscheinungsbild. Über eine Außentreppe gelangt man auf einen sich asymmetrisch über den Hof spannenden Steg, von diesem aus erreicht man die neuen Räumlichkeiten, aber auch auf ein begehbar gemachtes Flachdach, das sich für Firmenevents unter freiem Himmel empfiehlt.

Großzügig und offen wurden die beiden neuen Büros dimensioniert, mit jeweils eigenem Eingang und anschließender Garderobe, lichtdurchflutet präsentiert sich der in ihrer Mitte liegende und verbindende Konferenzraum. Wände aus Glas geben den Blick sowohl zur Straße hin als auch in den Hof frei, die vorgelagerten, überdachten Terrassen schützen vor direkter Sonneinstrahlung. Ergänzt wird das Raumkonzept durch eine Küche, Toiletten und Abstellräume.

Das neue Geschoß wurde aus massivem Kreuzlagenholz gefertigt, die Verkleidung hat das Unternehmen selbstverständlich und gerne selbst übernommen.

 


Erbrachte Leistungen:

  • Vorentwurf, Entwurf
  • Einreichplanung, inkl. Bauphysik (Energieausweis)